Benignes Prostata Syndrom

Diagnose und Behandlung

Während der ärztlichen Untersuchung wird das benigne Prostata-Syndrom mittels zusätzlicher Untersuchungen weiter objektiviert.
Beschwerdegrad-adaptierte Therapie der BPS
- Leichte Beschwerden können je nach Leidensdruck lediglich beobachtet oder mit Phytotherapie (pflanzlichen Arzneimitteln) behandelt werden.
- Mittelschwere Beschwerden können mit Medikamenten wie Alphablockern, PDE-5-Hemmern oder 5-Alpha-Reduktasehemmern behandelt werden, die jedoch meist täglich und dauerhaft eingenommen werden müssen.
- Schwere Beschwerden oder Unverträglichkeit der medikamentösen Therapie erfordern invasive oder operative Verfahren.
Operative Behandlung
Moderne, minimalinvasive Verfahren wie die Prostataarterienembolisation (vergleichbar mit einer Herzkatheteruntersuchung), die transperineale Laserablation oder die transurethrale Wasserdampfablation (Rezüm) kommen ohne Narkose aus.
Klassische Operationsverfahren unter Narkose sind:
- Transurethrale Enukleation (mittels Laser: HoLEP oder bipolarem Strom: BipoLEP)
- Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) – seit Jahrzehnten der Goldstandard
PIEZO bietet Ihnen alle genannten Techniken an und berät Sie individuell zu der für Sie optimalen Behandlungsoption.
Weitere Informationen zu den minimal-invasiven Verfahren:

Prostataarterienembolisation (PAE)

TPLA (Transperineale Laserablation, Echolaser)

Bei der TPLA wird Laserenergie über eine transperineale Nadel in das Prostatagewebe geleitet, um gezielt Gewebe zu koagulieren und die Prostata zu verkleinern. Der Eingriff erfolgt unter Ultraschallkontrolle und benötigt meist eine kurzzeitige Katheterisierung für einige Tage. Erste Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse mit geringen Nebenwirkungen und Erhalt der sexuellen Funktion. Diese Methode eignet sich besonders für Patienten mit einer mittelgroßen bis großen Prostata (40–100 ml), die eine präzise, minimal-invasive Therapie wünschen.
Rezūm (Wasserdampf-Ablation)
Prostatakarzinom
Mit über 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland ist Prostatakrebs die häufigste Krebsdiagnose bei Männern und nach Lungenkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Im Frühstadium bleibt die Erkrankung meist symptomlos und wird dann nur durch die Früherkennung entdeckt. Symptome treten in der Regel erst im fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium auf. Bei Verdacht auf Prostatakrebs wird eine Biopsie durchgeführt (siehe Kapitel Diagnostik). Ein Pathologe untersucht das entnommene Gewebe und bewertet es anhand des Gleason-Scores bzw. der ISUP-Klassifikation (I-V). Diese beschreibt, wie stark sich die Krebszellen von gesunden Prostatazellen unterscheiden.

Staging und Therapieentscheidung

Erst nach Vorliegen des feingeweblichen Befunds werden weitere gezielte bildgebende Verfahren eingeleitet. Bevor eine präzise Therapieempfehlung gegeben werden kann, erfolgt die Ausbreitungsdiagnostik (Staging), um eine Metastasierung auszuschließen. Die erforderlichen Untersuchungen richten sich nach verschiedenen klinischen Parametern und der ISUP-Stufe.
Basierend auf den Untersuchungsergebnissen wird Prostatakrebs klassifiziert in:
- Lokalisiertes Prostatakarzinom: Auf die Prostata begrenzt (Einteilung in Niedrig-, Intermediär- oder Hochrisiko-Karzinom)
- Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Wächst über die Prostatakapsel hinaus und/oder betrifft Lymphknoten im Becken
- Metastasiertes Prostatakarzinom: Absiedlungen in Lymphknoten, Knochen oder anderen Organen
Therapieoptionen
- Aktive Überwachung (Active Surveillance): Bei Niedrigrisiko-Karzinomen erfolgt eine engmaschige Kontrolle ohne invasive Therapie.
- Fokale Therapie: Organerhaltende Behandlung durch gezielte Tumorzerstörung mittels Laser, hochfokussiertem Ultraschall, Elektroporation, Kryotherapie u. a. PIEZO ist das erste Zentrum in Deutschland, das die perineale fokale Laserablation mit dem Echolaser (TPLA) anbietet.
- Radikale Prostatektomie: Operative Entfernung der Prostata mit Samenblasen und Lymphknoten, minimal invasiv weil robotisch-assistiert mit dem DaVinci-System.
- Strahlentherapie: Ambulanter Behandlungszyklus über ca. 6 Wochen, teils in Kombination mit Hormonentzug (Androgendeprivation).
- Abwartendes Verhalten (Watchful Waiting): Bei Patienten mit eingeschränkter Lebenserwartung wird auf eine kurative Therapie und umfassende Diagnostik verzichtet.
ZITAT:
“Welche Therapie für Sie am besten geeignet ist, erklären wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. PIEZO begleitet Sie auf diesem Weg.”
Weitere Informationen zu den Verfahren:

Active Surveillance (Aktive Überwachung)
Die aktive Überwachung ist eine Strategie für langsam wachsenden Prostatakrebs. Regelmäßige PSA-Tests, und MRTs und Biopsien überwachen den Tumor. Eine Behandlung erfolgt erst bei Fortschreiten der Erkrankung. Vorteile sind der Erhalt der Lebensqualität und die Vermeidung unnötiger Eingriffe. PIEZO bietet den Vorteil vorgeschriebene Kontrollbiopsien durch eine konstant hochpräzise und langfristig vergleichbare 3T-MRT und 29 Mhz-Microultraschall-basierte Verlaufskontrolle auf ein Minimum zu reduzieren bei gleichzeitig maximaler Sicherheit für Sie.

Fokale Therapie
DaVinci-Operation (Robotische Prostatektomie)
Die DaVinci-Operation ist eine minimalinvasive Entfernung der Prostata mit Roboterassistenz. Sie ermöglicht präzisere Schnitte und eine schnellere Erholung. Vorteile sind geringerer Blutverlust, kürzere Krankenhausaufenthalte und bessere funktionelle Ergebnisse. Risiken umfassen typische OP-Komplikationen wie Inkontinenz oder Impotenz. Sie ist geeignet für lokal begrenzten Prostatakrebs mit OP-Indikation. Das DaVinci-Zentrum gehört zu den führenden nationalen Tumorzentren mit nachgewiesen hoher Expertise und hervorragenden Behandlungsergebnissen der aktuellen Auswertungen der Kostenträger und der PCO-Studie.


Strahlentherapie
Strahlentherapeutische Ansätze werden ambulant durchgeführt und beinhalten je nach Tumorstadium LDR und HDR Brachytherapie, Cyberknife, perkutane intensitätsmodulierte (IMRT) Strahlentherapie oder adaptive Strahlentherapie (KI-gestützt). Oft wird ein vorübergehender medikamentöser Hormonentzug (Androgendeprivation) begleitend empfohlen.
Systemtherapie bei fortgeschrittenem/metastasiertem Prostatakarzinom:
- Hormontherapie (Androgenentzug): Medikamentöse oder chirurgische Unterbindung der Testosteronproduktion
- Erweiterte Hormontherapie: Kombination mit modernen Androgenrezeptorantagonisten oder Testosteronsynthese-Hemmern (Dubletten-Therapie)
- Chemotherapie (Tripel-Therapie) bei hoher Tumorlast oder Organmetastasen
- Individuelle Therapiesequenzen mit modernsten Substanzen (PARP-Inhibitoren, Ligandentherapie).
Systemtherapie bei fortgeschrittenem/metastasiertem Prostatakarzinom:
- Hormontherapie (Androgenentzug): Medikamentöse oder chirurgische Unterbindung der Testosteronproduktion
- Erweiterte Hormontherapie: Kombination mit modernen Androgenrezeptorantagonisten oder Testosteronsynthese-Hemmern (Dubletten-Therapie)
- Chemotherapie (Tripel-Therapie) bei hoher Tumorlast oder Organmetastasen
- Individuelle Therapiesequenzen mit modernsten Substanzen (PARP-Inhibitoren, Ligandentherapie)
Weitere Informationen zu den Verfahren:


Dank modernster Therapieoptionen können fortgeschrittene Tumoren oft über Jahre kontrolliert werden. PIEZO bietet Ihnen alle in der EU zugelassenen Substanzen und ermöglicht die Teilnahme an klinischen Studien mit innovativen Medikamenten.
Zitat:
“Welche präzise moderne Therapie auch immer Sie benötigen sollten – PIEZO bietet Sie auf höchstem Niveau und geht diesen Weg mit Ihnen gemeinsam.”
